Wednesday, 17. december 2008 3 17 /12 /Dez. /2008 14:16

Zeit ist genauso ein dehnbarer Begriff wie Veränderung, und doch ist es uns unmöglich, das eine oder andere aufzuhalten. Immer beseelt uns eine Kraft, die uns antreibt vorwärts zu laufen, auch wenn wir vielleicht lieber stehen bleiben würden und, im Sinne Fausts, für uns den Satz formulieren: " Oh Augenblick verweile doch, Du bist so schön!" Und wer weiß, vielleicht ist es nicht Mephisto, der in diesem Moment freudvoll seine Augenbraue hebt und uns zulächelt. Vielleicht sind es vielmehr wir selbst, die wir in diesen Tagen, am Ende eines weiteren Jahres, ins Grübeln über unser Dasein geraten und bei Dunkelheit die eigene Vergänglichkeit zu deutlich vor Augen geführt bekommen. Was macht es so schwer uns einen Schritt vorwärts in die Ungewissheit - das Abenteuer - zu wagen? Passieren kann nichts, denn solang die Silberschnur mit den Perlen nicht reißt, rollen diese auch nicht zurück ins Meer - zu Ihrem Ursprung. aber vielleicht ist genau das das Problem, dass wir unseren Ursprung nicht kennen und somit nicht die Möglichkeit haben am Ende dieser Tage zu ihm zurück zu kehren.
Statt dessen beschäftigen wir uns über die Zeit mit allerlei Dingen, die uns von unermesslicher Wichtigkeit erscheinen: der tägliche Job, der uns mit Verantwortung winkt und uns mit Geld lockt, Kriesen, Katastrophen besiegeln Abend für Abend den Tag und manchmal ist es erschütternd mit welcher Normaltät wir Meldungen von Selbstmordattentätern, Naurkatastrophen oder Morden in uns aufnehmen. Geradeso, als würde die Tomatensauce zur Pasta sonst an Würze verlieren, wenn man sie nicht wenigstens mit zwei Morden am Abend garniert.
Die Finanzkriese schockiert uns mehr und lähmt unser Tagesgeschehen, während in den Kriegsgebieten dieser Welt Mütter um ihre Kinder und Kinder um ihre Väter weinen, denn wir sind ja in sicherem Abstand und sehen Elend und Krieg nur hinter Glas aus einer anderen, fernen Welt.
Was hindert uns daran Lachen zu schenken und Kinderaugen strahlen zu lassen? Man wollte nie erwachsen sein, nie den Glauben an Engel, Feen, Elfen, Zwerge, Kobolde oder sprechende Tiere aufgeben - und doch ist es irgendwann passiert. Nur den Wunsch stehen zu bleiben, sich nicht zu verändern, der ist geblieben. Nur wurde er im Laufe der Jahre von der Zeit überspült und keimt erneut in uns auf, jedes Jahr, wenn es Weihnachten wird. Lichter, Weihrauch, Lebkuchen, Glühwein, Zimt, Kardamon und Mandel - all das versetzt uns in die Kindheit und bringt auch unsere Augen zum Leuchten.
Die Monate kommen und gehen, mit ihnen Freude, Trauer, Schmerz, Spaß und Freunde oder Bekannte. Manches bleibt oft lang anderes verschwindet nach kurzer Zeit, so als ob wir einfach hergezaubert werden und wenn jemand am Faden zieht sofort in eine andere Geschichte versetzt werden. Dinge passieren, von denen wir glauben Sie selbst in der Hand zu haben, denn der Mensch an sich ist ein selbstständig denkendes und handelndes Wesen. Selbstbestimmung: So definierte einst Kant seinen kategorischen Imperativ. Doch gehen wir wirklich selbstbestimmt durch unser Dasein? Ist es vielleicht nich so, dass der rote Faden bereits gesponnen ist, bevor wir ihn in die Hand bekommen?
Darwin lehrte, dass alles im Leben aufeinander aufbaut und damit in gewisser Weise untrennbar miteinander verbunden bleibt. Alle Materie und Energie kann nicht verschwinden, sondern maximal in andere Formen umgewandelt werden. Vor diesem Hintergrund wirkt Selbstbestimmung reichlich deplatziert und albern. Alles ist ein Teil des Großen Ganzen und hat sich der Ordnung zu fügen - aber muss man das annehmen? Muss man sich dem eigenen "Schicksal" unterwerfen? Kann man nicht vielmehr versuchen, sich das Große Ganze zu Nutze zu machen? "Leben ist das, was einem zustößt, während man auf die Erfüllung seiner Träume wartet." (M. Krug) In diesem Fall sind es unsere Träume, Wünsche und Sehnsüchte, die wir mit jedem Stern an den Himmel hängen, die es uns erlauben auszubrechen und mit unserem Glauben daran, dass sie wahr werden, jeden Tag neue Veränderungen in der Welt hervorbringen.
Das ist es, warum Weihnachten auch nach 2000 Jahren nichts von seinem Glanz eingebüßt hat, weil nur diejenigen Wunder erleben, die unbeirrt an Wunder glauben, gleich, welche es auch sein mögen...

von Engel der Finsternis
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Monday, 8. december 2008 1 08 /12 /Dez. /2008 14:57

Geht man durch die Welt, lässt es sich zumeißt nicht umgehen, dass man hier und da auf andere trifft. Was nicht das Problem ist, denn der Mensch an sich - als Herdentier erschaffen - ist zur Kommunikation gemacht. Ausgestattet mit Sinnen, die ihm die Kontaktaufnahme erleichtern, macht er sich nun auf den Weg durch sein, mehr oder weniger, aufregendes Leben. Was einen da erwartet, überfährt oder einfach nur irritiert, nennt man wohl das, was manch einer als die berühmten "im Weg liegenden Steine" bezeichnen mag, die einem das Erreichen des eigenen Ziels auf direktem Wege, nahezu unmöglich machen. 
"So ist das Leben...", würde mancher jetzt sagen. Das Leben mit all seinen Aufs und Abs. Fakt ist aber, es kommt auf jeden einzelnen an, was er aus den Aufgaben macht und wie er mit Ihnen umgeht, denn Leben heißt vorallem Spaß an den Dingen und am Leben selbst zu haben. Die Tücken des Alltags, die sich uns schnell, als der ganz normale Wahnsinn darstellen, sollten uns nicht entmutigen forschen Schrittes unserem Ziel - was auch immer es sein möge - entgegen zu schreiten.
Auch wenn in Zeiten wie diesen, Feen, Elfen und Prinzen auf weißen Pferden keinen Platz mehr im Alltag finden, so ist jeder Mensch, der auch nur einen Funken Hoffnung in der Welt aussetzt, ein Engel auf Erden, der jenseits der vorgezeichneten Wege, die Finsternis jener Ttage durchschreitet.
Wer auch nur mit einem Funken Liebe die Welt bereichert, hat nicht umsonst gelebt, denn er hat die Welt verändert..."und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne, der uns beschützt und der uns hilft zu leben." (J. Ringelnatz)

                                                                                                                                       - Der Engel der Finsternis -

von Engel der Finsternis
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